Sicher verwenden Laserpointer

Ein Flugzeug der Lufthansa ist am gestrigen Donnerstag Abend gegen 19.30 Uhr mit einem grünen Laserpointer anvisiert worden, als es sich über Landshut befand. Zu einer Blendung der Piloten kam es glücklicherweise nicht. Dennoch handelt es sich bei der Laserpointer-Attacke um eine Straftat. Die Landshuter Polizei ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Diese Minis strahlen 50 oder 100 Meter weit. Über Grauimporte aus Fernost und im Internet werden aber viel stärkere Kaliber vertrieben. Für 80 Euro gibt’s drei Kilometer Reichweite aus 600 mW. Und Hobbybastler im Netz beraten gern zum Thema „ Laserpointer 10000mw Blau aufrüsten“ oder „Ab 150 mW kannst du Streichhölzer anzünden“. So wird das Spielzeug zur Waffe. Und die Strahlen-Attacken am Himmel oder im Straßenverkehr nehmen zu. Piloten fürchten die Blitzangriffe besonders: Der Lichtstrahl schießt irgendwo aus dem Dunkel und schlägt nach hunderten oder sogar tausenden Metern groß wie ein Basketball oder größer ins Cockpit.

Stuttgart – Auf Fußballplätzen ist die modische Unsitte, den Torwart mit dem billig laserpointer zu blenden, übel genug. Noch schlimmer ist es allerdings, wenn Piloten zum Ziel solcher Attacken werden. Und das sind keineswegs Einzelfälle: Allein in den USA kam es im vergangenen Jahr zu fast 4.000 Blendattacken auf Flugzeugpiloten. In Europa haben sich seit 2004 nach Expertenschätzungen mindestens 3.000 solcher Vorfälle ereignet, berichtet die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft.

Bei Blendattacken mit handelsüblichen Laserpointern sind Aussagen zu den Folgen schon schwieriger zu treffen. “Hier können meist keine organischen Schäden nachgewiesen werden – weder mit der optischen Kohärenztomographie noch mit weiteren Spezialuntersuchungen.” “Nach bisherigen Erfahrungen bleibt es bei der reinen Blendung”, bestätigt auch Fliegerarzt Jakobs. Der Nachweis eines Laserschadens sei nur durch wiederholte Untersuchungen innerhalb der ersten Tage zu führen, so Roider.

Überhaupt ist der Einsatz von laserpointer grün 1000mw zur Irritation des Gegners im Ausland bereits weiter verbreitet. Beim Länderspiel Österreich gegen Deutschland im Februar in Wien war Nationalkeeper Jens Lehmann das Opfer, in Griechenland gehören die kleinen Geräte, die in jede Hosentasche passen, fast schon zur Standard-Ausrüstung der fanatischen Anhänger. Im Champions-League-Spiel der Bremer bei Panathinaikos Athen am vergangenen Mittwoch (2:2) wurde Werder-Torwart Christian Vander mehrmals durch die grünen Lichtstrahlen irritiert. Der englische Schiedsrichter Michael Riley drohte mit Abbruch, ehe der Präsident von Panathinaikos Athen beschwichtigend auf die Fans einwirkte.

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Das Richten von Laserpointern auf Personen wird am Dienstag Thema in der Sondersession des Nationalrats sein. Im Rahmen der Änderung des Strassentransportunternehmens- und Verkehrsstrafrechts steht die Behandlung einer Motion der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen auf dem Programm. Die Kommission will den Bundesrat beauftragen, eine Gesetzesänderung vorzulegen, welche das Strafgesetzbuch mit einer Bestimmung ergänzt, «die dem Schutz aller betroffenen Personen gilt», auf die Laserpointer gerichtet werden. Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen, weil er der Ansicht ist, dass im Strafgesetzbuch bereits hinreichende Vorschriften zum Schutz von Leib und Leben bestehen, die auch bei der Blendung mittels Laserpointern angewendet werden können. Darüber hinaus verwies er in seiner Stellungnahme von Ende Februar auf die laufenden Arbeiten zum Vorentwurf zu einem Bundesgesetz über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung und Schall, der auch Laserpointer umfasst.

 

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